Laurence Jones – On My Own
Wer die Karriere dieses britischen Bluesrockers verfolgt hat, wird von seinem neuen Album überrascht sein. Der Titel ‘On My Own’ verrät es ein wenig, und dass ‘Band’ aus seinem Namen verschwunden ist, ist ein zweiter Hinweis. Laurence Jones hat dieses Album tatsächlich ganz allein gesungen und gespielt. Jones, geboren am 13. Februar 1992 in der Nähe von Liverpool, hat sich seit ihrem Debütalbum ‘Thunder In The Sky’ im Jahr 2012 als Gitarrenvirtuose einen Namen gemacht und eine beeindruckende Karriere mit solidem, melodischem Blues aufgebaut, bisher immer begleitet von einer Band.
‘On My Own’ ist Jones’ zehntes Album, und alle elf Lieder stammen aus eigener Feder. Die Produktion übernahmen Jones und Wayne Proctor, der unter anderem als Schlagzeuger von King King bekannt ist. Das Album ist das Ergebnis einer schweren Zeit, die Jones durchgemacht hat, verursacht durch Morbus Crohn. Dies ist eine Entzündung des Verdauungstraktes, eine chronische Erkrankung, an der Jones seit Jahren leidet. Wie zu erwarten, sind die Lieder nicht besonders fröhlich, tatsächlich eher düster, obwohl gegen Ende etwas mehr Hoffnung und Fröhlichkeit mitschwingt. Die Traurigkeit ist verständlich; es ist eine Krankheit, von der er sich nie vollständig erholen wird. Am stärksten kommt dies im beeindruckenden Titelstück ‘On My Own’ zum Ausdruck, in dem er singt: ‘This is the right time/Leaving it all behind/I can feel it in my bones/I’ll be doing it on my own’. Weitere erwähnenswerte Lieder sind das seinem Großvater gewidmete ‘One Life’, das selbsterklärende ‘I’m Giving Up’ und ‘Do You Feel The Same?’, das wunderschönes Gitarrenspiel zeigt. Der letzte Titel ‘Beautiful’ ist das einzige Lied auf dem Album, das etwas Freude und Hoffnung vermittelt.
Wie oben bereits erwähnt, ist dies das am wenigsten fröhliche Album von Laurence Jones. Es ist beeindruckend, dass er seine Verzweiflung und Verletzlichkeit in diesen elf Liedern zum Ausdruck bringen und als wertvolles Kunstwerk präsentieren konnte. Hut ab, großartige Arbeit. (8/10) (Ron Records)

