Hit Produzent William Orbit gestorben

Der britische Musikproduzent William Orbit ist gestorben. Nach einer Erklärung seiner Familie und Freunde verstarb er bereits am 23. Juli in seinem Zuhause. Sein Tod wurde erst jetzt bekannt gegeben. Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. Orbit entwickelte sich zu einem der innovativsten Produzenten der vergangenen Jahrzehnte und prägte die Popmusik mit seiner charakteristischen Kombination aus elektronischer Musik, Trip Hop, Techno und Ambient nachhaltig.

Orbit, geboren als William Wainwright im Jahr 1956 in Nord London, verließ im Alter von sechzehn Jahren die Schule und fand seinen Weg in die alternative Musikszene. 1980 gründete er gemeinsam mit Laurie Mayer und Grant Gilbert die elektronische Formation Torch Song. Mit der Gruppe veröffentlichte er zwischen 1984 und 1987 drei Alben. Gleichzeitig baute er sich einen Ruf als Produzent und Remixer auf und spezialisierte sich auf eine Kombination aus analogen und digitalen elektronischen Klängen.

In den 1990er Jahren entwickelte sich Orbit zu einem gefragten Produzenten. Unter seinem eigenen Namen veröffentlichte er die Albumreihe “Strange Cargo”, während er mit dem Projekt Bassomatic und der Single “Fascinating Rhythm” Erfolge feierte. Außerdem produzierte er Beth Ortons Debütalbum “Superpinkymandy” und arbeitete an Soundtracks und Remixen für verschiedenste Künstler.

Seinen größten Durchbruch erzielte er 1998 mit Madonnas Album “Ray of Light”. Die Zusammenarbeit bedeutete für die Sängerin eine künstlerische Neuerfindung, wobei Orbits Produktionen die Grundlage für Hits wie “Frozen”, “The Power of Goodbye” und “Ray of Light” bildeten. Das Album verkaufte sich weltweit millionenfach, brachte Madonna drei Grammy Awards ein und gilt allgemein als einer der Höhepunkte ihrer Karriere. <span style=”font-size: 14px;”>Auch nach “Ray of Light” blieb Orbit mit Madonna verbunden. Er produzierte unter anderem die Soundtrack Single “Beautiful Stranger”, ihre Version von “American Pie” und arbeitete erneut mit ihr an mehreren Titeln des 2012 erschienenen Albums “MDNA”. </span>

Seine Arbeit beschränkte sich jedoch nicht auf Madonna. Orbit produzierte Blurs experimentelles Album “13”, auf dem unter anderem die Singles “Tender” und “Coffee and TV” erschienen. Darüber hinaus arbeitete er mit All Saints an den Nummer 1 Hits “Pure Shores” und “Black Coffee”, produzierte Musik für Pink, Britney Spears, Robbie Williams, Melanie C, No Doubt, Chris Brown und Nadine Coyle und produzierte zwei neue Titel für U2s Best of Album “The Best of 1990-2000”, darunter “Electrical Storm”.

1999 veröffentlichte Orbit außerdem das Album “Pieces in a Modern Style”, auf dem er klassische Kompositionen elektronisch bearbeitete. Seine Version von Samuel Barbers “Adagio for Strings” wurde zu einem internationalen Hit. Danach blieb er auch als Solokünstler aktiv und veröffentlichte unter anderem eine Fortsetzung dieses Albums. Sein letztes Studioalbum, “The Painter”, erschien 2022.

William Orbit wurde 69 Jahre alt.

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