Übersicht über die Albumrezensionen: The Last Dinner Party, Paradise Lost und mehr
Jede Woche treffen Dutzende neuer Alben in der Redaktion von Maxazine ein. Viel zu viele, um sie alle anzuhören, geschweige denn zu rezensieren. Eine Rezension jeden Tag bedeutet, dass zu viele Alben zurückbleiben. Und das ist eine Schande. Deshalb veröffentlichen wir heute eine Übersicht der Alben, die in Kurzrezensionen in der Redaktion eintreffen.
Deafheaven – Lonely People with Power
Auf “Lonely People with Power” verbindet Deafheaven schwere Gitarren mit melodischer Atmosphäre. Das Album kehrt zu einem härteren Sound zurück und baut langsam dynamische Strukturen auf, wobei Themen wie Isolation und Widerstand sowohl in Instrumentierung als auch Texten durchklingen. Die geschichteten Arrangements und der Kontrast zwischen Intensität und Melodie machen das Album fesselnd und nuanciert. Für Blackgaze-Fans bietet dieses Werk sowohl Kraft als auch Tiefe, und die Kompositionen versprechen ein vollständig immersives Hörerlebnis. (Anton Dupont) (9/10) (Roadrunner Records)
Kali Uchis – Sincerely
Kali Uchis’ “Sincerely” mischt Neo‑Soul, R&B und Dream-Pop auf Tracks wie den Singles “Sunshine & Rain…”, “ILYSMIH” und “All I Can Say”. Ihre Stimme reicht von verletzlich bis selbstbewusst, unterstützt von einer Mischung aus elektronischen und organischen Instrumenten. Das Album wirkt zusammenhängend und erkundet verschiedene Stimmungen und Atmosphären. Kritiker loben die emotionale Nuance und Kohärenz, was das Hörerlebnis besonders spannend macht. (William Brown) (8/10) (Capitol)
The Behaviour – Pedestals
Dieses Mini-Album stammt von einer Person, Multiinstrumentalist und Produzent Marshall Kilpatric. Ursprünglich Schlagzeuger, spielte er in verschiedenen Bands wie The Esoteric und Kylesa. Er schrieb auch an Alben mit und ersetzte Schlagzeuger, z. B. Brann Dailor (jetzt bei Mastodon) bei Today Is The Day und Josh Freese bei Black Light Burns, der Band des Limp Bizkit-Gitarristen Wes Borland. “Pedestals” enthält bereits veröffentlichte Singles und neues Material. Die Texte thematisieren das Unerreichbare versus das, was greifbar ist. Der Albumtitel “Pedestals” weist auch auf die Gefahr hin, etwas oder jemanden auf ein Podest zu stellen. Dieses Mini-Album bietet genug Tiefe, um musikalisch interessant zu sein und den Hörer zum Nachdenken anzuregen. Das beste Stück ist die Police-Coverversion “Invisible Sun”, wunderschön im Shoegaze-Stil umgesetzt. Dieses Mini-Album dient als effektiver Vorgeschmack auf das vollständige neue Album, das für 2026 geplant ist. (Ad Keepers) (7/10) (Rexius Records)
The Last Dinner Party – From The Pyre
“From The Pyre” von The Last Dinner Party bietet ein theatralisches und erzählerisches Rock-Erlebnis mit Singles wie “This Is the Killer Speaking”, “The Scythe” und “Second Best”. Das Album verbindet musikalische Dynamik mit dramatischem Storytelling, wodurch jeder Track einen eigenen Charakter erhält, während das Ganze thematisch verbunden bleibt. Produktion und Arrangements sorgen für emotionale Wirkung und klare Struktur, was das Album für Liebhaber von Konzeptrock zugänglich und einprägsam macht. (Norman van den Wildenberg) (8/10) (Island)
Paradise Lost – Ascension
Paradise Lost liefert mit “Ascension” ein Album, das Gothic Metal und Death‑Doom mit neuen Schichten von Atmosphäre und Melodie kombiniert. Singles wie “Silence Like The Grave” zeigen ein Gleichgewicht zwischen schweren Passagen und melodischen Elementen. Die Produktion hebt atmosphärische Details hervor, und die warmen, introspektiven Vocals unterstützen die Texte über Verlust und Reflexion. Das Album behält den Kern von Paradise Lost bei, ohne repetitiv zu werden, und wirkt von Anfang bis Ende kohärent. (Anton Dupont) (8/10) (Nuclear Blast)






